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Gesundheit

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit des Referates Gleichstellung liegt auf der Beantwortung gleichstellungsrelevanter Fragen der gesundheitlichen Versorgung und der Gesundheitsförderung. Die Tatsache, dass Frauen und Männer grundsätzlich ein unterschiedliches Gesundheitsbewusstsein, Gesundheitsverhalten, ein anderes Krankheitsspektrum und eine divergierende Krankheitsbewältigung haben, ist wissenschaftlich belegt und inzwischen weithin anerkannt. So lassen sich zahlreiche Differenzen im Gesundheitszustand auf biologische Ursachen zurückführen; soziale Unterschiede, Arbeits- und Lebensbedingungen sowie geschlechtsspezifische Rollenbilder sind hierfür aber nicht weniger bedeutsam. Das Referat Gleichstellung agiert in diesem Themenfeld als Ansprechpartner, das vorliegende Benachteiligungen aufgreift, entsprechende Veränderungsprozesse anstößt und durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Gendermedizin

Ziel der Gender-Medizin ist es, geschlechtsspezifische Aspekte in den Fokus der medizinischen Forschung zu rücken sowie Frauen und Männer in gleicher Weise bei wissenschaftlichen Studien zu berücksichtigen, um langfristig entsprechend geschlechterdifferente Maßnahmen für die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen ableiten zu können. Der interdisziplinäre wissenschaftliche Zugang der Gender-Medizin befasst sich mit den biologischen und psychosozialen Unterschieden zwischen Männern und Frauen, versucht aber auch, Erklärungen für die geschlechtsabhängigen Einflussgrößen auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und auf unterschiedliche Krankheitsverläufe bei Männern und Frauen zu finden. Eine angemessene Berücksichtigung der Geschlechterperspektive in allen Bereichen des Gesundheitswesens ist ein wichtiger Beitrag zu einer effektiveren, bedarfsgerechten und qualitativ verbesserten Gesundheitsversorgung.

Die Präsentation von Dr. Matthias Stiehler (Dresdner Institut für Erwachsenenbildung und Gesundheitswissenschaft, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit) erläutert wichtige epimediologische Fakten zu gesundheitsbezogenen Unterschieden zwischen den Geschlechtern aus der Perspektive der Männergesundheit.